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Doce Pares EskrimaIm Eskrima aus den Philippinen liegt der Nachdruck auf dem Gebrauch von Waffen (Stöcke und verschiedene Schneid- und Stichwaffen) . Erst wenn der Kampf mit den Waffen beherrscht wird, wird auch waffenloser Kampf unterrichtet. Früher gab es auf den Philippinen regelmäßig Kämpfe zwischen Ausübenden verschiedener Stile. Diese Kämpfe, die meistens mit der Waffe ausgetragen wurden, wurden auch "Todeskämpfe" genannt, weil die Kämpfer die Ehre ihres Stiles völlig ohne Schutzkleidung verteidigten.

Auf Grund des spanischen Einflusses wurde diese philippinische Kampfkunst unter dem Namen „Arnis de Mano" bekannt, abgeleitet vom spanischen Wort „arnés", der gepanzerten Rüstung der spanischen Soldaten. Das Wort „Escrima" stammt vom spanischen Wort „Esgrima" ab, welches fechten bedeutet. Der Name des Stocks, welcher sowohl aus Rattan oder Hartholz sein konnte, war entweder „Olisi", „Baston" oder „Garote".


Doce Pares

Im März 1932 fand sich eine Gruppe bekannter philippinischer Kampfkunstmeister zusammen, um den Doce Pares Club , später einfach Doce Pares genannt, zu gründen. Unter der Leitung des unnachahmlichen Eulogio "Yoling"Cañete, erreichte die Gruppe eine derartige Bekanntheit und Beliebtheit, dass sie praktisch alleine den Standard des Eskrima Kali Arnis bestimmte. Doce Pares war so verbreitet, dass sein Name gleichbedeutend war mit Kampfkunst schlechthin. Nach seiner Wahl zum ersten Präsidenten im Jahre 1932, wurde Eulogio Cañete insgesamt 56 mal wieder gewählt und blieb bis zu seinem Tode im Jahre 1988, im Alter von 88 Jahren, an der Spitze der Bewegung.

Doce Pares System


Doce Pares Eskrima Multistyle SystemNur wenigen ist bekannt, dass Doce Pares nicht ein einzelner bestimmter Stil ist, sondern sich aus verschiedenen Stilen zusammensetzt. Diese Stile wurden 1932 durch die Begründer in die Organisation eingebracht. Es war das Verdienst dieser Leiter, diese verschiedenen und oft widersprüchlichen Stile erfolgreich weiterzuführen und sie der nächsten Generation von Doce Pares- Anhängern zu überliefern.Daher bilden der Nahkampf (corto) von Lorenzo und Teodoro Saavedra, die Mitteldistanz von Jesus Cui,das Espada Y Daga und corto orihinal von Felimon Cañete, der Distanzkampf von Yoling Cañete und Vincente Carin und später das corto von Ciriaco Cañete und das "Pangamut" von Maximo Cañete sowie weitere Stile allesamt Bestandteile des Lehrprogrammes der Gruppe.


Die Einzigartigkeit des Doce Pares ist weitgehend auf die Verdienste der zweiten Generation des Cañete-Clans zurückzuführen, die das Privileg hatten, die verschiedenen Stile und Distanzen der philippinischen Kampfkünste zu erlernen. Aufgrund der umfassenden Art des Doce Pares ist es für jeden Schüler eine Sebstverständlichkeit, sich in den verschiedenen Stilen und Distanzen des Eskrima auszukennen.


Neuere Zeit


In neuerer Zeit wurden die verschiedenen Stile in eine einzige Trainingsmethode eingefügt, ohne dass die einzelnen System dadurch ihren individuellen Charakter verloren hätten. Es ist gerade das Besondere dieses Systems, dass man sich nicht wirklich zum Doce Pares rechnen kann, wenn man nicht mit gleicher Geschicklichkeit die verschiedenen Distanzen, sowie das Espada y Daga, den Messerkampf und das hocheffektive Mano y Mano und Trapping beherrscht. Die 12 Formen (Sayaw) gehören ebenfalls zum Pflichtprogramm für alle Doce Pares Anhänger.


Doce Pares Eskrima mit Frans Stroeven


Frans StroevenBeauftragt von Doce Pares World hat Frans Stroeven aus den Niederlanden den Aufbau eines europäischen Verbandes übernommen. Frans Stroeven ist Träger des 5. Dan im Doce Pares Eskrima. Mit fünf Jahren fing er seine Kampfsportlerlaufbahn an. Über Judo, Wing Chun Kung-Fu, Latosa-Eskrima, Nunchakutraining, sowie Jeet Kune Do verlief seine Laufbahn, bevor er dann auf den Philippinen mit zahlreichen Großmeistern trainierte. Unter anderen zum Beispiel mit Inting Caring messertechniken, oder Balintawak-System mit Esing Atillo und natürlich das Doce Pares Multi Style System mit Dionisio Canete und Percival Pableo. Nachdem er das Doce Pares in den Niederlanden aufgebaut hat, wurden sowohl in Belgien als auch in Luxenburg Verbände aufgebaut. Die nächste Station war dann Deutschland. Es folgten Polen und Ungarn mit eigenen Landesverbänden.



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