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Lage und Landschaft

JapanDas japanische Archipel besteht aus über 3400 z.T. unbewohnten Inseln. Es erstreckt sich vom 45. bis zum 24. nördlichen Breitengrad über 4000 km. Die große Ost-West-Ausdehnung von über 1000 km wird aus europäischer Perspektive häufig übersehen. Uber 70 Prozent des Landes bestehen aus landwirtschaftlich nicht nutzbaren und für Siedlungszwecke ungeeigneten, oft wildromantischen Gebirgslandschaften mit steilen Hängen und zerklüfteten Tälern, durch die sich klare Gehirgsbäche winden.


Die Bevölkerung konzentriert sich überwiegend im Großraum Tokyo und dem durch einige größere Ebenen erweiterten Küstenstreifen am Pazifischen Ozean. Demgegenüber liegen an der Westküste nur auf Kyushu größere Städte. Geologisch ist Japan das Produkt eines gewaltigen erdgeschichtlichen Faltungsprozesses, der bis in die Gegenwart anhält. Häufige Erdbeben und starker Vulkanismus haben hierin ihre Ursache. Beben und Vulkanausbrüche gehören somit schon fast zum japanischen Alltag. haben aber höchst selten so verheerende Auswirkungen wie das große Hanshin-Erdbeben vom 17Januar 1995 um Kobe. Oft sind sie nur für die sensiblen Meßgeräte der seismologischen Warten feststellbar.



Die gefürchteten, bis zu 25m hohen Springfluten. die durch Seebeben ausgelöst werden, sind nicht sehr häufig und bedeuten meist "nur für die vorgelagerten Inseln eine Bedrohung. Den größten Teil der Landmasse Japans bilden die vier Hauptinseln: Die größte ist Honshu, gefolgt von Hokkaido und Kvoshu. Shikoku ist mit Abstand am kleinsten und gilt selbst für Japaner als abgelegen und hinterwäldlerisch. Seine östliche, zum Pazifik hin gelegene lnselhälfte war bis in jüngste Zeit nur äußerst schwer über kurvenreiche Bergstraßen zu erreichen.


Dafür haben sich hier die Städte und Dörfer einen besonderen, altertümlichen Charme bewahrt, wie man ihn sonst vielleicht nur noch in den Bergen Kyushus oder an der Westseite Nord-Honshus findet. Hokkaido ist die am dünnsten und auch erst sehr spät besiedelte Insel mit riesigen, naturbelassenen Wäldern und unberührten Seen. Im Randbereich des Staatsgebiets gab und gibt es einige umstrittene Territorien und Konfliktzonen wie die Inselgruppe der Süd-Kurilen. die sich Rußland kurz vor Kriegsende angeeignet hatte, und die Rvukyu-Inseln mit der Hauptinsel Okinawa, die von den USA erst 1972 an Japan zurückgegeben wurden. Der Verlust der an sich unbedeutenden Kurilen-Inseln ist insofern sehr schmerzlich für die Japaner, als damit auch überaus reiche Fischgründe verlorengingen.


Die jüngsten Konflikte zwischen Japan einerseits und Korea und China andererseits um einige umstrittene Inseln und menschenleere Felseilande haben vor allem wirtschaftliche Gründe: Es handelt sich auch hier um vielversprechende Fischgewässer. außerdem werden dort reichhaltige Rohstofflager vermutet.


Klima

Es gibt große klimatische Unterschiede zwischen dem Norden mit seinen kurzen Sommern und langen schneereichen Wintern und dem Süden, der sich eines subtropischen Klimas erfreut.


Während der Wintermonate von Dezember bis Februar treiben kalte, trockene Luftmassen von Sibirien nach Japan hinunter, wo sie mit den wärmeren, feuchten Luftmassen vom Pazifik zusammenstoßen. Das führt zu hohem Schneefall im Westen des Landes. Im Osten des Landes fällt weniger Schnee, aber dennoch kann es sehr kalt werden; die Durchschnittstemperaturen im Januar liegen in Tokyo unter denen in Island.


In den Sommermonaten von Juni bis August bestimmen die warmen, feuchten Luftströmungen vom Pazifik her das Wetter und führen zu hohen Temperaturen und feuchter Luft fast im ganzen Land. Im Frühsommer beginnt im Süden eine mehrwöchige Regenzeit, die allmählich nach Norden zieht. Auch im Spätsommer kann es zu schweren Regenfällen kommen, denn das ist die Zeit der Taifune, die wolkenbruchartigen Regen und starken Wind mit sich bringen.


Vor allem in den Küstengebieten sind die Folgen oft verheerend. Im Frühjahr und im Herbst ist das Klima vergleichsweise mild und die Tage sind oft klar.

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