Die gefürchteten, bis zu 25m hohen Springfluten. die durch Seebeben ausgelöst werden, sind nicht sehr häufig und bedeuten meist "nur für die vorgelagerten Inseln eine Bedrohung. Den größten Teil der Landmasse Japans bilden die vier Hauptinseln: Die größte ist Honshu, gefolgt von Hokkaido und Kvoshu. Shikoku ist mit Abstand am kleinsten und gilt selbst für Japaner als abgelegen und hinterwäldlerisch. Seine östliche, zum Pazifik hin gelegene lnselhälfte war bis in jüngste Zeit nur äußerst schwer über kurvenreiche Bergstraßen zu erreichen.
Dafür haben sich hier die Städte und Dörfer einen besonderen, altertümlichen Charme bewahrt, wie man ihn sonst vielleicht nur noch in den Bergen Kyushus oder an der Westseite Nord-Honshus findet. Hokkaido ist die am dünnsten und auch erst sehr spät besiedelte Insel mit riesigen, naturbelassenen Wäldern und unberührten Seen. Im Randbereich des Staatsgebiets gab und gibt es einige umstrittene Territorien und Konfliktzonen wie die Inselgruppe der Süd-Kurilen. die sich Rußland kurz vor Kriegsende angeeignet hatte, und die Rvukyu-Inseln mit der Hauptinsel Okinawa, die von den USA erst 1972 an Japan zurückgegeben wurden. Der Verlust der an sich unbedeutenden Kurilen-Inseln ist insofern sehr schmerzlich für die Japaner, als damit auch überaus reiche Fischgründe verlorengingen.
Die jüngsten Konflikte zwischen Japan einerseits und Korea und China andererseits um einige umstrittene Inseln und menschenleere Felseilande haben vor allem wirtschaftliche Gründe: Es handelt sich auch hier um vielversprechende Fischgewässer. außerdem werden dort reichhaltige Rohstofflager vermutet.
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