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Version 4.12

 

 

 

 
   
 

Sprache

JapanDas Japanische ist, wie z.B. auch das Ungarische und Finnische, eine agglutinierende Sprache, das heißt, die grammatischen Bezüge im Satz sowie Zeiten und Aspekte werden durch Anfügung von Endungen ausgedrückt.
Ein Beispiel: chiisai = klein. chiisakun = nicht klein, chiisakatta = war klein, chiisakunakatta = war nicht klein.


Die Aussprache ist verhältnismäßig einfach. Fast alle Wörter bestehen aus zwei Silben mit klaren, offenen Vokalen und der Tendenz, "i" und vor allem "u im Auslaut schwinden zu lassen. Zungenbrecher gibt es keine. Wortbetonung und Satzmelodie sind wenig ausgeprägt, fast schwebend, womit sich auch in dieser Hinsicht beim Sprechen des Japanischen keine allzu großen Schwierigkeiten ergeben. Je tiefer man jedoch in das Japanische vordringt, desto komplexer wird es, da die Sprache stark gesellschaftlich ausgerichtet ist.


Je nach Stellung, Geschlecht und sozialer Beziehung der Gesprächspartner untereinander gibt es höchst verschiedene Ausdrucksweisen, die sich in Wortschatz, Hüflichkeitspräfixen und grammatikalischen Besonderheiten unterscheiden. So existieren z. B. allein für "ich' fünf verschiedene Wörter. Zu diesen Schwierigkeiten kommt noch die japanische Schrift. Japan übernahm Ende des 6. Jhs. mit der chinesischen Schrift ein Zeichensystem, das vollkommen ungeeignet für die Darstellung des Japanischen war.


Schrift

Chinesische Zeichen sind nämlich Sinnzeichen. d. h. jedes Zeichen hat eine konkrete Bedeutung. Das Japanische benötigt als agglutinierende Sprache aber eine Laut- oder Silbenschrift. So blieb nichts anderes übrig, als die chinesischen Zeichen (kanu) als Sinn- und Lautträger zugleich zu verwenden. Die Kanji wurden nun im Lauf der Zeit stark vereinfacht und zu zwei reinen Lautschriften entwickelt: zu der gewöhnlich gebrauchten HiraganaSchrift und der abstrakteren "Kursivschrift Katakana, die in der Regel zur Schreibung von Fremdwörtern sowie in der Werbung und Gastronomie gebraucht wird.


Seit der Offnung Japans hat es viele Versuche gegeben, Japanisch mit lateinischen Buchstaben (rrnnaji) zu schreiben. International und auch in Japan selbst hat sich die Umschrift des amenkanischen Missionars Hepburn durchgesetzt. Bei der Aussprache sind lediglich zwei Grundregeln zu beachten: Die Vokale sind rein und offen wie im Italienischen, die Konsonanten werden wie im Englischen ausgesprochen.

 

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