Korea liegt zwischen der Kontinentalmacht China und der Seemacht Japan. Es ist bewundernswert, daß Korea trotz dieser mächtigen Nachbarländer seine Eigenständigkeit als Staat bewahrt hat und durch die Entwicklung einer eigenen Sprache und Schrift, einer eigenen Lebensweise und eines eigenen Nationalbewußtseins auch eine eigenständige Kultur geschaffen hat, die sich von der Chinas und Japans gänzlich unterscheidet.
(Hermann Lautensach, "Korea - Eine Landeskunde auf Grund eigener Reisen und Literatur", 1945)
Die Koreaner gehören zu den ältesten Kulturvölkern der Erde. Sie sind eine ethnische Familie und sprechen eine gemeinsame Sprache. Anthropologen vermuten, dass die Koreaner von verschiedenen Mongolenstämmen abstammen, die vor allem in der Jungsteinzeit (ca. 5000-1000 v. Chr.) und in der Bronzezeit (ca. 1000-300 v. Chr.) von Zentralasien in die koreanische Halbinsel eingewandert sind.