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Version 4.12

 

 

 

 
   

 
Die koreanische Küche ist ungewöhnlich, manchmal etwas bizarr, feurig und kalorienarm; sie hat einen hohen Nährwert. Die Geschmackskombinationen sind oft unerwartet für unseren europäischen Gaumen. Essen in Korea bedeutet, ab und zu einmal über den eigenen kulinarischen Schatten zu springen, was den Geschmackshorizont nur bereichern kann.


Die koreanische Küche hat zurecht den Ruf, daß sie mit viel Knoblauch und Cayennepfeffer gewürzt ist. Paradebeispiel für diese Kombination ist Kimch'i. Diese scharfe, fermentierte Gemüsemischung gehört zu jeder koreanischen Mahlzeit. Jeder Koreareisende sollte Kimch´i probiert haben. Es wäere sonst verwegen zu behaupten, er habe Korea kennengelernt.


Kimch´i


KimchiDie fermentierte Gemüsemischung, die meistens auf der Grundlage von Chinakohl hergestellt wird, ist sehr gesund. Sie enthält viele organische Säuren, viele Proteine, Kalzium, Eisen und die Vitamine A, B und C. Frischer Knoblauch und Frühlingszwiebeln gehören, neben Chili, zu den wichtigsten Bestandteilen dieser Essensbeilage.

Chili war allerdings nicht immer eine wesentliche Zutat. Erst im späten 16. oder im frühen 17. Jahrhundert brachten portugiesische Händler, die in Nagasaki/Japan stationiert waren, dieses Gewürz nach Korea.

Eines der frühesten Kimch´i-Rezepte ist aus der Koryõ-Dynastie von dem LiteratenYi-kyu-bo (1168-1241) überliefert. Ein etwas detaillierteres Rezept findet sich in einem Kochbuch aus dem späten 16. Jahrhundert.
Das erste Rezept aus einem Kochbuch, in dem Kimch´i mit rotem Pfeffer zubereitet wird, stammt aus dem Jahr 1765. Rezepte, die der heutigen Zubereitung von Kimch´i ähnlich sind, wurden um das Jahr 1800 niedergeschrieben.

Es gibt im wesentlichen zwei Sorten von Kimch´i: Winter-Kimch´i und
Saison-Kimch´i. Saisonkimch´i wird mit allen Gemüsesorten der Saison zubereitet, Winterkimch´i hauptsächlich mit Kohl.

Winter-Kimch´i oder Kimjang kimch´i wird traditionell über den Winter hinweg in speziellen Töpfen gelagert und vergraben. Der Tag, an dem
das Winter-Kimch´i hergestellt wird, bezeichnen die Koreaner als kimjang. Kimjang kimch´i wird im November oder Dezember zubereitet. Kimjang ist ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis, an dem sich überall im Land die Frauen treffen, um ganze Berge von Gemüse kleinzuschneiden. An der Güte des Kimch´i wird die Qualität des Haushaltes bemessen. Kimch´i ist von daher nicht nur eine Pflichtbeilage zu jedem koreanischen Essen, sondern auch eine Pflichtübung jeder guten koreanischen Hausfrau.




weitere klassiche Gerichte


Kalbi

Kalbi ist gegrilltes Rinderrippen-Fleisch. Es gibt auch gegrilltes Schweinefleisch (Taejikalbi). Normalerweise fragen die Kellner, welches Fleisch Sie möchten, wenn sich das Restaurant nicht sowieso auf eine Fleischsorte spezialisiert hat.

Pulgogi

Pulgogi ist normalerweise geschmortes, mariniertes Rindfleisch. "Pul" bedeutet "Feuer" und "gogi" bedeutet "Fleisch". Ausnahmsweise kann auch anderes Fleisch als Rind angeboten werden (Schwein, Lamm, Huhn und sogar Oktupus ), das dann im Pulgogi-Stil zubereitet wurde. Das Fleisch wird in sehr dünne Scheiben geschnitten und dann in eine Sauce (meistens Sojasauce mit Sesamöl, Knoblauch und Gewürzen) eingelegt, bevor man es schmoren läßt.

Pipimpap

Pipimpap ist ein Reisgericht mit verschiedenen Gemüsen und einem Spiegelei. Es gibt viele lokale Varianten, die berühmteste aus der Stadt Chõnju. Wer ungewöhnliche Kräuter und Gemüse schätzt, der sollte in jedem Fall Pipimpap in einer Bergregion ausprobieren. Dort werden die verschiedensten Wildpflanzen für die Zubereitung verwendet.

SamgaetangSamgaetang

Samgaetang ist eine Hühnersuppe mit Ginseng und Reis. Das gesamte Huhn wird mit Ginseng und Reis gefüllt, gekocht und anschließend mit der Brühe und frischem Reis serviert. Samgaetang ist eine "Sommerspeise".

Kalbitang

Kalbitang ist eine Rindfleischsuppe.

Saengsonchopap

Saengsonchopap ist roher Fisch auf Reis, ein enger Verwandter des japanischen Sushi.

Naeng myõn

Naeng myõn sind Nudeln in einer kalten Brühe, die oft noch mit Eiswürfeln versetzt wird. Beilagen in der Brühe sind ein gekochtes Ei und Fleischscheiben. Naeng myõn gibt es hauptsächlich im Sommer.

Kal kuksu

Kal kuksu sind dicke Nudeln in einer warmen Brühe.

Shinsõllo

Shinsõllo war früher ein Gericht des Königs. Die japanische Variante nennt sich Shabushabu. In einem Wok wird eine Brühe aufgekocht, in die ganz dünne Scheiben Fleisch hineingeworfen werden. Während dem Essen wird gemütlich immer mal wieder ein Häppchen aus dem Topf gefischt, während man plaudert, plant oder trinkt.

Hanjõngshik

Hanjõngshik ist in Korea die Haute Cuisine. Ein Mehrgangmenü mit einem reichhaltigen Angebot an traditioneller koreanischer Küche (Hoe, Pulgogi, verschiedene Beilagen aus Gemüse, Nudelgerichte etc.). Am Ende eines Hanjõngshik wird dann Toenjang tchigae serviert.

Guk

Guk ist die kleine Suppe, die jeder in einer eigene Schüssel serviert bekommt. Es gibt viele Varianten.

Kimpap

KimpapKimpap ist eine Art Sushi ohne rohen Fisch. Reis wird in Algen eingerollt und mit Gemüse, Thunfisch, Käse, Hackfleisch, Ei und Kimch'i gefüllt. Eine Variante in der die Algen vom Reis umschlossen werden, wird als Nude Kimpap bezeichnet.

Toenjang tchigae

Toenjang tchigae ist ein Bohnen-Pasta-Eintopf mit Tofu-Stückchen.

Põndaegi

Dieses Gericht werden Sie kaum in einem Restaurant finden. Wenn Sie aber auch gerne einmal an Straßenständen kaufen, wird ihnen
dieses Gericht nicht nur ins Auge springen. Sie werden diese Speise künftig an ihrem Geruch orten können. Põndaegi sind gekochte Kokons.


Typisch koreanische Getränke

 

SojuSoju

Soju ist ein Schnaps, der aus Getreide und Kartoffeln gebrannt wird, oft mit Wodka gemischt. Im Supermarkt gibt es eine leckere Variante (23%) von der Firma Jinro (Flasche mit einem Frosch).

Makolli

Makolli ist eine milchige Reisweinbrühe (ungeläuteter Reiswein), die gerne und häufig getrunken wird.

Dongdongju

Dongdongju ist sehr schmackhafter Reiswein (7% - 9%).

Gyeõngju Beobjoo

Der bekannteste und leckerste Wein aus Korea.

Bier

Es gibt verschiedene Biersorten in Korea. Ob-Lager, CASS, Hite und Crown. Ich mochte am liebsten Hite.

Ch´ik ch´a

Ch´ik ch´a ist ein Pfeilwurzel-Tee. Dieses Getränk ist insbesondere bei älteren Leuten beliebt und gilt als Gesundheitstee.

Borich´a

Ein Wasserersatz der in vielen Cafés umsonst angeboten wird. Dieses kalt servierte Getränk besteht aus in Wasser gekochten Gerstenkörnern.

Insam ch´a

Ginseng-Tee aus dem berühmten koreanischen Ginseng.

Nok ch´a

Nok ch´a ist grüner Tee.

Saengkang ch´a

Saengkang ch´a ist Ingwertee, der sehr scharf sein kann.

Kkul ch´a

Honigtee

Yulmu ch´a

Dieser Tee wird aus der Perlgraupe hergestellt. In einigen öffentlichen Kaffeemaschinen ist dieser Tee zu finden.

Taech´u ch´a

Tee, der aus Datteln hergestellt wird.

Suchongkwa

Suchongkwa ist ein Fruchtpunsch aus Honig, getrockneten Persimonen, Kiefersamen, Zimt und Ingwer. Empfehlenswert!


Kimch'i Rezept


Kimchi1. Chinakohl waschen und in kleine mundgerechte Stücke schneiden.
Dann wird der Kohl in Salzwasser eingelegt.

2. Ingwer, Knoblauch und eine kleine Prise Zucker mit koreanischer
Fischsoße vermengen und zehn Minuten stehen lassen.

3. Frühlingszwiebeln fingerlang schneiden und mit der Gewürzmischung
vermengen.

4. Chilipulver nach Geschmack hinzufügen.

5. Die Kohlblätter mit der angefertigten Sauce vermischen und zwei Tage stehen lassen.


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