Ehrenkodex
Bushido, der Ehrenkodex der Samurai, regelte Leben und Tod, Frieden und Kampf der japanischen Elitekrieger in strenger und unbeugsamer Weise. Bushido lässt sich mit „der Weg des Kriegers“ übersetzen. Es geht hierbei nicht um eine Schulung der körperlichen Fähigkeiten, es geht vielmehr um eine geistige Weiterentwicklung. Bushido bezeichnet einen Weg durch das Leben, der unabhängig von der Kampfkunst besteht; dieser Weg wird über die Kampfkunst erreicht. Geschichtlich hat er eine lange Tradition.
In den Zeiten der andauernden Kriege in Japan festigte das Bushido die Loyalität des Samurai seinem Lehnsherrn gegenüber, sicherte durch seine Reglements dessen Auftreten und Verhalten in der Schlacht und ist auch als dafür verantwortlich zu sehen, wie die Samurai auf den Verlust ihres Herrn reagierten. Die vom Bushido vorgeschriebene Loyalität ging weit über den Tod hinaus. Es forderte uneigennütziges Verhalten, Aufopferung und im Falle eines Verstoßes gegen Gesetze, Selbstzüchtigung bis hin zum rituellen Selbstmord (Seppuku).
Allerdings bedeutet Bushido nicht das Suchen des Todes, es geht nicht um das Ablegen von Verantwortung, sondern gerade um das Übernehmen von Verantwortung. |