www.gyarmati.com

Version 4.12

 

 

 

 
   
 

Ehrenkodex

SamuraiBushido, der Ehrenkodex der Samurai, regelte Leben und Tod, Frieden und Kampf der japanischen Elitekrieger in strenger und unbeugsamer Weise. Bushido lässt sich mit „der Weg des Kriegers“ übersetzen. Es geht hierbei nicht um eine Schulung der körperlichen Fähigkeiten, es geht vielmehr um eine geistige Weiterentwicklung. Bushido bezeichnet einen Weg durch das Leben, der unabhängig von der Kampfkunst besteht; dieser Weg wird über die Kampfkunst erreicht. Geschichtlich hat er eine lange Tradition.

In den Zeiten der andauernden Kriege in Japan festigte das Bushido die Loyalität des Samurai seinem Lehnsherrn gegenüber, sicherte durch seine Reglements dessen Auftreten und Verhalten in der Schlacht und ist auch als dafür verantwortlich zu sehen, wie die Samurai auf den Verlust ihres Herrn reagierten. Die vom Bushido vorgeschriebene Loyalität ging weit über den Tod hinaus. Es forderte uneigennütziges Verhalten, Aufopferung und im Falle eines Verstoßes gegen Gesetze, Selbstzüchtigung bis hin zum rituellen Selbstmord (Seppuku).

Allerdings bedeutet Bushido nicht das Suchen des Todes, es geht nicht um das Ablegen von Verantwortung, sondern gerade um das Übernehmen von Verantwortung.


Selbstaufopferung

Einer der wichtigsten Gedanken des Bushido ist die Selbstaufopferung. Selbst wenn es gefährlich ist sollte man Menschen helfen, Gutes tun, selbst wenn es sogar das Leben kostet sollte man die Eigennützigkeit überwinden und damit das Ich überwinden. Dieser Gedanke der Überwindung des Ich findet durch den Zen-Buddhismus Eingang in das Bushido. Die Selbstaufopferung ist Teil der Selbsterziehung und alle unterschiedlichen Künste der Selbsterziehung werden mit Do (Weg) bezeichnet.

 

Durch das loyale, dienende Verhalten von Schüler zu Meister, die Aufopferung des Lernenden gegenüber seinem gewählten Weg oder das Ehren der Kunst und der Lehrer. Ein Schüler sollte seinem Lehrmeister immer mit gebührendem Respekt gegenübertreten. Ihm verdankt er sein Wissen. Deshalb sollte man das spätere Weitergeben des Erlernten auch stets unter dem Aspekt betrachten, dass man seinen eigenen Meister ehren möchte, indem man das Vermittelte so gut wie möglich lehrt. Ein Schüler sollte bereit sein, die anfallenden, unwichtigen Dinge des Alltags zu erkennen, und sie seinem Weg unterzuordnen. Nur weniges hat wirklich die Wichtigkeit, als dass man den eigenen Weg dafür zurücknehmen sollte.


Seele des Samurai

Auch die Anschauung der Waffen unterscheidet sich von der eines Kampfsporttreibenden oder eines Soldaten. So dient die Waffe nicht nur dem Töten, ist nicht nur eine bloße Verlängerung des Körpers, bloßes Mittel zum Zweck. Die Waffen der Anhänger des Bushido, hierbei natürlich insbesondere das Schwert, bilden mehr als bloße Werkzeuge. Sie können Leben nehmen und gleichzeitig beschützen, besitzen oftmals gar einen eigenen Geist. Über das Katana wurde oftmals gesagt, es sei die Seele des Samurai. Auch dieser Geist hat sich bis heute noch erhalten.

 

Es gibt also selbst heute noch Teile des uralten Bushido verborgen in den Kampfkünsten. Zwar sind sie oftmals den erzwungenen Veränderungen angepasst, oder aufgrund der veränderten Gesellschaft etwas in Vergessenheit geraten und minimiert worden, doch wenn man genauer hinsieht, erkennt man in Dojo- und Verhaltensregeln, Aspekten der Ausbildung oder auch im Auftreten der erfahreneren Schüler manchmal noch Teile davon.


www.gyarmati.com ImpressumGyarmatiServicePortfolioStartseite

© Copyright by Henrik György Gyarmati
All Rights Reserved

Mail Contact email
info@gyarmati.com