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Miyamato Musashi

Musashi

Miyamoto Musashi wird als der “berühmteste Samurai Japans” bezeichnet. Als legendärer Schwertkämpfer ging er in die japanische Geschichte ein und fast genauso berühmt sind seine Lehren, die er unter dem Titel “Gorin-no-sho” – im Deutschen bekannt als “Das Buch der fünf Ringe” - hinterließ.

Shimmen Bennosuke alias Miyamoto Musashi wurde im Jahr 1584 im Dorf Miyamoto geboren.

Sein Vater Shimmen Munisai, ein Samurai, dessen Haus aufgelöst worden war, starb recht früh. Jedoch lehrte er seinen Sohn die Prinzipien des Schwertkampfes. Obwohl Miyamotos Motivation, den “Weg des Schwertes” einzuschlagen, zu Anfang wohl war ein Samurai wie sein Vater zu werden, und er auch als solcher in den Geschichtsbüchern erwähnt wird, so war er doch in Wirklichkeit ein Ronin und sah sich selbst immer als solcher. Immer unabhängig und ohne die berühmt-berüchtigte Loyalität gegenüber dem Clanfürsten seines Hauses, wie man es normaler Weise von einem Samurai erwartete. Diese Zurschaustellung seiner Unabhängigkeit spiegelt sich auch in den fünf Ringen wiederholend wieder und zeigt, wie sehr es ihm darum ging, die “Originalität” seiner Gedanken und Erkenntnisse darzustellen. Sein Lebensziel war die Suche nach dem “wahren Weg des Schwertes”, den man seiner Ansicht nach nur durch strenge Selbstzucht und stetes Üben erreichen kann.

Die Loyalität, der Ehrenkodex, der das Verhalten der Samurai bestimmte und als “Bushido”, der Ethik der Schwertkampfkunst, ihrer Philosophie, bekannt ist, wurde erst während des 17. Jahrhunderts, der Lebzeit Miyamotos, festgelegt bzw. wieder eingeführt. Er jedoch stammte noch aus der kriegerischen Zeit, in der so gut wie jeder Bürger Japans mit dem Tod Hand in Hand ging, und diese Lebenseinstellung bewahrte er sich stets und sie spiegelt sich auch in seinen Lehren wieder. Er schreibt “Nach dem allgemeinen Begriff ist der Samurai innerlich ständig auf den Tod gefaßt.” . Dies änderte sich mit der Zeit durch die Umwandlung der Samuraiklasse in eine Beamtenklasse.

Musashi selbst bestand allein zwischen seinem 13. und 29. Lebensjahr über 60 Zweikämpfe, ohne je ernsthaft verletzt zu werden und starb im Jahre 1645 auf der Insel Kyûshû.


Tsukahara Bokuden (1489 - 1571)

Tsukahara Bokuden war einer der grossen Fechter seiner Zeit. Man sagt, dass er 37 Kaempfe ausfuehrte, ohne besiegt zu werden. Besonderen Wert legte er auf die Konzentration. Er war ein ueberzeugter Verfechter der Theorie, dass man sich in Geduld ueben sollte.

Eine interessante Geschichte soll dies belegen: Einmal sass Bokuden zusammen mit zahlreichen Passagieren bei einer UEberfahrt an Bord eines Bootes. Unter den Mitreisenden war auch ein junger ueberschwenglicher Samurai, welcher sich mit seinen Schwertkuensten ruehmte. Er sah, dass auch Bokuden ein Schwertkaempfer war und versuchte ihn, in ein Gespraech zu verwickeln. Nachdem er schon ausfuehrlich mit seinem Schwertstil geprahlt hatte, fragte er Bokuden nach dem seinen. »Mein Stil nennt sich Mutekatsu-ryu. Ich besiege meine Gegner ohne sie zu beruehren und ohne den Gebrauch meiner beiden Schwerter«! Der Samurai fragte erstaunt und neugierig, ob er wirklich ohne Schwerter kaempfen wuerde? »Warum nicht«, antwortete Bokuden.

Der Samurai brauste auf, da er glaubte, sein Gegenueber sei ein Aufschneider: »Los, lass uns kaempfen, ich will deinen Stil kennenlernen«. Bokuden erwiderte: »Lass uns auf die Insel dort fahren, ich moechte die anwesenden Passagiere nicht verletzen«. Sie verlangten vom Kapitaen der Faehre ein kleines Ruderboot und setzten zur Insel ueber. Bokuden, der das Ruder fuehrte, steuerte eine etwas steilere Stelle an. Kaum war das Boot nahe genug am Ufer sprang der Samurai mit einem maechtigen Satz aus dem Boot und zog sofort sein Katana, um fuer den Kampf geruestet zu sein. Durch den ungestuemen Satz des jungen Samurai wurde das Boot jedoch in tiefes Wasser zurueckgetrieben.

Der Samurai stand nun mit seinem Schwert fuchtelnd und schimpfend am Ufer der Insel. Laechelnd rief Bokuden ihm zu: »Das ist meine Ohne-Schwert-Schule!«


Gettan Tsuji Sakemochi (1647-1726)

Gettan war ein japanischer Schwert- und Zen-Meister. Er fand im Gegensatz zu vielen anderen Kensei den Weg vom Zen zum Schwert und nicht - wie üblich - vom Schwert zum Zen. Er gründete den Schwertstil Muga-ryu. Dieser Schwertstil bvaut auf den Zen-Buddhismus auf.

Gettan war nicht nur einer der grössten Schwertkämpfer Japans, sondern auch ein sehr tiefer Philosoph. Er lebte sehr einfach und bescheiden.

Gettan projizierte die Lehren des Zen in die Schwertkunst und übte sie dort praktisch aus. Die bekannteste seiner Lehren befasst sich mit der Realität:
"Zen lehrt die Bedeutung des alltäglichen Lebens, Zen lehrt, daß die Größe des Lebens nicht im unnützen Besitz liegt, sondern in der Alltäglichkeit selbst, in der man gewöhnliche Dinge auf gewöhnliche Weise tut. Es ist eine Selbsttäuschung, zu glauben, daß wir etwas Besonderes sind, nur allein darum, weil wir uns Menschen nennen und uns als solche allen anderen Lebewesen überlegen fühlen. Und das Wichtigste von allem - Zen lehrt die Realität." Gettan fand in seinem hohen Alter von 79 Jahren am 23. Juni 1726 während der Meditation seinen Tod.


" Die 47 Samurai (Ronin) "

Die Bezeichnung »Rônin« kamvon »rô« (Welle) und »nin« (Mensch) und bedeutete »Wellenmann«, da sein Leben unstet wie die Welle war. Die Rônin waren in der Feudalzeit Samurai, adlige Vasallen, die ihren Dienst bei ihremHerrn aufgebenmußtenund keinenneuenmehr aufnehmen wollten, bzw. konnten.


Die bekanntesten Rônin waren die 47 Samurai von Akô, die 1702 nach demTod ihres Daimyô Asano herrenlos wurden. Während der Erwiderung der Neujahrglückwünsche des Shôguns Tokugawa Tsunayoshi seitens des Tennô durchseine drei AbgesandtenamHof von Edo wurde Asano Takamuni no kami - der Daimyô der Provinz Harima - von Kira Kotsuke, dem Zeremonienmeister, öffentlich beleidigt. Darüber erzürnt, zog Asano sein Schwert und verletzte seinen Kontrahenten. Da aber sogar auf das Ziehen des Schwertes innerhalb des Shôgun-Palastes die Todesstrafe stand, mußte der Daimyô von Akô Anfang April 1702 auf Befehl des Regenten »Seppuku« (ritueller Selbstmord durch »Bauchaufschneiden«) begehen. Danach fiel sein Schloß sowie sein übriger Besitz an das »Bakufu« (Zeltregierung) und seine Samurai wurden herrenlos. Siebenundvierzig der zu Rônin gewordenen Samurai von Asano bewahrten ihremGebieter auch noch nach seinemTod die Treue.

Unter der Führung von Ohoishi Kura no suke rächten sie den Tod ihres Herrn in der Nacht vom14. auf den 15. Dezember 1702 in der Hauptstadt Edo. Sie erschlugen Kira, köpften ihn und legten den Schädel als Sühne auf das Grab ihres Herrn. Diese Tat fand unter der gesamten Bevölkerung des Reiches grossen Beifall. Einflußreiche Daimyô richteten Bittgesuche an das Shôgunat, umderen Freispruch zu erwirken. Der Shôgun antwortete ihnen darauf: »Ich habe von der aufrichtigen Treue der ehemaligen Hanshi des Asano Takamuni no kami zu ihrem Herrn gehört. Dies ist für unsere Zeit etwas ganz Ungewöhnliches.

Ich möchte ihnen nur zu gerne helfen, wenn nicht die Gesetzesordnung das Seppuku verlangte.« So mußten sich am 4. Februar 1703 die siebenundvierzig Rônin auf Befehl des Shôguns Tokugawa Tsunayoshi selbst entleiben.


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