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Version 4.12

 

 

 

 
   
 
SamuraiEtymologie

Der Ursprung des Wortes Samurai liegt im Japan der vor-Heian Periode. Es wurde saburai ausgesprochen und bedeutet Diener oder Begleiter. Erst in der frühen Moderne, namentlich der Azuchi-Momoyama Periode und der frühen Edo-Periode des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts bürgerte sich das Wort samurai an Stelle von saburai ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Bedeutung allerding bereits lange Zeit vorher gewandelt.


Ursprung der Samurai

Während der Heian-Periode bezog sich saburai vor allem auf die Wachen des kaiserlichen Palastes und die Schwertträger. Diese Vorläufer derjenigen, die wir heute als Samurai kennen, wurden vom Herrscher ausgestattet. Ihnen war vorgeschrieben, jederzeit ihre Beherrschung der Kampfkunst zu verbessern.
Die eigentlichen Armeen des Kaisers hingegen waren lediglich Gruppen von Wehrpflichtigen, die im Kriegs- oder Rebellionsfalle den entsprechenden Provinzen Japans zugeordnet wurden. Sie waren nach dem Vorbild chinesischer Armeen aufgebaut und bestanden aus einem Drittel der kampffähigen erwachsenen männlichen Bevölkerung. Im Gegensatz zu den kaiserlichen Wachen musste jeder Soldat selber für seine Waffen und Versorgung aufkommen.

Während der frühen Heian-Periode im späten 8. und frühen 9. Jahrhundert strebte Kaiser Kammu nach einer Konsolidierung und Expansion seines Reiches in der nördlichen Honshu-Region. Er sandte seine Armeen um die rebellierenden Emishi (Nachfahren der Ainu) zu unterwerfen (welche mangels Disziplin und Motivation zu kämpfen unterlegen waren) und führte den Rang des Shoguns ein, worauf er sich bei der Unterwerfung der Emishi auf die starken regionalen Klans verließ.

Diese Klans bestanden usprünglich aus Bauern, welche durch die Tyrannei der -- durch den Kaiser zwecks Verwaltung und Besteuerung eingesetzten -- Magistraten zur Bewaffnung getrieben worden waren. Erfahren im Gebirgskampf und Bogenschießen, wurden sie vom Kaiser bald ausschließlich eingesetzt um die Rebellionen zu beenden, während die Armeen letztendlich vollständig aufgelöst wurden. Zur Mitte der Heian-Periode hatten sie schließlich Rüstung und Waffen japanischer Art übernommen und den Grundstein zum bushido gelegt.


Für den größten Teil der folgenden Feudalperiode -- der Ära der Samurai-Herrschaft -- verblieb der Ausdruck yumitori (Bogenschütze) als Ehrentitel eines ausgezeichneten Kriegers, selbst als der Schwertkampf die größere Wichtigkeit erlangt hatte.

 

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