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Der lange Weg zum Tee

TeeclipperWar die Urheimat der Teepflanze Indien oder China? Nach 3000 Jahren sind sich die Gelehrten darüber immer noch nicht einig. Zahllos sind die Legenden und Histörchen um diese Geburt. Eine Sage erzählt vom indischen Königssohn Bodhidharma, der bei buddhistischen Meditationen immer wieder vom Schlaf übermannt wurde.
Ergrimmt über seine menschliche Schwäche, schnitt er sich die Augenlider ab. Sie verwurzelten sich in der Erde und trieben grüne Blätter. Bodhidharma kostete davon und verspürte eine Frische, die ihn mit Heiterkeit und Kraft erfüllte - der Tee war entdeckt ! ;-)

Heute hat Indien 600 Millionen Einwohner, 220 Millionen heilige Kühe, über 200 Dialekte und 400 Tee- Rezepte. (und immer noch viele Sagen, natürlich)


Fakten

  • 221 v. Chr.: in chinesischen Geschichtsquellen wird eine Teesteuer erwähnt

  • 6 Jahre n. Chr.: Tee kommt mit Buddhisten nach Japan
    Erst im Jahre 552 nach Christus brachten buddhistische Mönche die Kunst der Teezubereitung auch den Japanern bei. Bald versah man den Teegenuss mit einer bis ins Detail festgelegten Zeremonie. Der Begriff Teeismus, der viel später entstand, bezeichnet die fast religiöse Verehrung der Japaner für Tee.

  • 780: der Chinese Lu-Yu schreibt das Teebuch „Tscha-King"
    Im 8. Jahrhundert schrieb der Chinese Luh Yü im Auftrag einiger Teehändler ein dreibändiges Buch über Tee. Damit entstand die erste niedergeschriebene Geschichte des Tees, die zugleich eine Lobeshymne auf das inzwischen sehr beliebte Getränk war. Luh Yü wurde noch viele Generationen später als Schutzpatron des Tees verehrt.

  • 1559: Giovanni Battista berichtet in Venedig über Tee

  • 1610: Tee kommt auf einem Schiff nach Europa
    Im Jahr 1610 kam die erste Teelieferung aus Japan auf Segelschiffen über Java nach Amsterdam. Von da an waren die Holländer über 50 Jahre die einzigen Tee-Importeure, die ganz Europa mit dem Getränk versorgten. 1669 stiegen die Engländer mit in dieses Geschäft ein. Das Monopol für die Teeimporte hatte die von ihnen gegründete East India Company bis 1833 inne.
    Auch auf dem Landweg gelangte der Tee nach Europa. Mitte des 17. Jahrhunderts kamen mit einer Karawane 200 Pakete Tee aus der Mongolei als Geburtstagsgeschenk an Michael I. , den ersten russischen Romanow -Zaren. Die Karawanen zogen von Peking durch die Wüste Gobi, quer durch Sibirien, vorbei am Baikalsee und weiter zur Wolga. Noch bis in das 19. Jahrhundert sagte man dem russischen Karawanentee nach, er habe eine bessere Qualität als der auf dem Seeweg beförderte Tee, der in feuchten, geteerten und dumpf riechenden Laderäumen gelagert war. Diesen Tee zuckerte man aufgrund des unerwünschten Beigeschmacks.

  • 1679: Bontekoes macht den Tee in Europa allgemein bekannt.

 

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